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Von Prof. Dr. Hans J. Bocker

Sobald ein Kunde Bargeld in Höhe von 3000 $ oder mehr abzuheben oder einzuzahlen versucht, erfolgt in den USA sofort eine Meldung der Bank an die Behörden an der ersten Front, als «verdächtige Aktivität», hierfür wird das «Formular SAR» also Suspicious Activity Report des Schatzamtes benutzt. Andererseits probieren die global kooperierenden, herrschenden Geldeliten das Vermögen der Bürger an der zweiten Front durch Negativzinsen und stark überhöhte Bankgebühren zu ihren Gunsten, im Wesentlichen also zum Vorteil der Banken, zu minimieren. Dem aber könnte der Bankkunde mit Bargeld versuchen zu entgehen, denn Banknotenbündel im Kopfkissen, in der Matratze, in Japan wegen der Deflation auch eingefroren im Eisfach der Tiefkühltruhe oder in anderen Ländern sogar schon Mal in einem Bankschliessfach lagernd, unterliegen vorläufig noch keinen Negativzinsen oder Gebührenabzügen. Sie leiden allerdings unter der landläufigen Inflation.

Man kann es drehen und wenden wie man will, Papier und Digitalgeld schrumpfen im Wert. Es sei denn man ist rechtzeitig auf Edelmetalle, insbesondere Silber, umgestiegen, die, wie die Geschichte lehrt, mit der Inflation nicht nur Schritt hielten, sondern sogar in allen Zeiten von Währungskrisen ihre Besitzer mit realen (teilweise sogar spektakulären) Kaufkraftgewinnen belohnten.

Bargeld wurde also zum natürlichen Feind der Herrscher unsere Lebenssysteme und deren Oberkaste in der ersten Frontreihe, und natürlich spielt die Politik, als dritte Front, eine wichtige Rolle. Es geht vorgeblich um Steuerhinterziehung oder Steuerverkürzung der kleinen und mittleren Einkommen. Die Grossen und Mächtigen leben ohnehin weitgehend steuerfrei. Es geht letztlich um die totale Kontrolle des Bürgers und seines Vermögens bis zum letzten Cent, um seine Kaufgewohnheiten, die an allen Registrierkassen erfasst, digitalisiert und der Zentrale des Grossen Bruders sodann lückenlos gemeldet werden.

Andere Notwendigkeiten für ein Bargeldverbot bestehen in angeblicher vermiedener Kriminalität, Drogenhandel, Bestechung, und natürlich dem unvermeidlichen Schwarzgeld und, wie könnte es anders sein, dem Dauerbrenner «Terrorismus».

An der vierten Front wird versucht, Erwerb von Bargeld, insbesondere in grossen Stückelungen, jetzt schon weitgehend zu erschweren oder zu verunmöglichen. An Tankstellen und Supermärkten in den USA und in Kanada werden häufig 100 $ Noten nicht mehr entgegengenommen. Ähnliches ist in der EU zu beobachten und die Produktion von 500er Euro Noten wurde ausserdem dort gänzlich gestoppt. Ausserdem kostet der Umtausch einer grossen Banknote bei einer Bank ein Aufgeld. Für einen Tausch eines 500ers in kleinere Einheiten muss man also 503 Euros einzahlen. In Indien wurden alle gängigen Geldscheine unlängst schlicht als illegal erklärt. In Amerika gibt es seit 1969 keine 500er $ Noten und in Kanada keine 1000er Geldscheine mehr. Und die im Zahlungsverkehr Verbliebenen verloren seither etwa 20 % ihrer Kaufkraft in den letzten 8 Jahren.

Eine fünfte Front wird mit dem «Komplex Klimawandel» aufgebaut. Das Klima macht ja an nationalen Grenzen nicht halt, also muss eine Weltsteuer her, um alles als schwerwiegendes Weltproblem nebst dazugehöriger Infrastruktur finanzieren zu können. Und natürlich braucht dies auch ein Weltgeld, mit dem IWF als der Welt-Zentralbank, unterstützt von OECD, von der G 20 Gruppe und von den Regierungen. Die geplante Weltsteuer bezeichnen die Eliten intern als «Erosion der Basis» und eine solche verträgt die persönliche Freiheit, welche Bargeld verschafft, ganz und gar nicht. Gleich wo man sein Konto hält, die Weltsteuer und die Negativzinsen holen jeden ein, mit Ausnahme der Mitglieder-Eliten natürlich.

Inzwischen aber baut sich eine sechste Front gegen das Bargeld auf, es ist ein gut getarnter Angriff der Kreditkartengesellschaften. In endlosen Werbekampagnen werden dem Publikum die überwältigenden Vorteile des bargeldlosen Zahlens und überhaupt die so ungeheuren Vergünstigungen des gesamten digitalen Geldverkehrs ergreifend geschildert. Und neuerdings sind Kreditkarten in ihren Konditionen, Vergünstigungen, kleinen Geschenken, supergünstigen Kosten und Zugeständnissen, derart verlockend, dass fast jeder, insbesondere die jungen ahnungslosen Menschen, nicht widerstehen können. Sie übersehen einen kleinen, allerdings stark vergifteten Haken: Diese supergünstigen Kreditkarten binden den Kunden mit einer Verpflichtung, nämlich künftig niemals Bargeld einzuzahlen noch abzuheben. Die Bargeldsperre marschiert also auf breiter Front in Richtung ihres Ziels.

Ohne Bargeld keine persönliche Freiheit, aber auch im Extremfall kein Bankrun. Das stürmen von Bankgebäuden durch aufgebrachte, enteignete Massen wäre dann sinnlos, denn ausser benutzten Toilettendeckeln und sauber gelöschten Festplatten oder anderen leeren elektronischen Speichereinrichtungen wäre ja nichts zu holen. Denken die Lenker der Finanzwelten schon so weit voraus? Spielt das Element der Furcht, käme es zu einer Enteignung der aufständigen Massen, vielleicht eine Rolle?

Eine ernsthafte Rolle spielte allerdings die Änderung des deutschen Bundesbankgesetzes, welches bisher festlegt, dass das einzige gesetzliche Zahlungsmittel das Bargeld, und nicht etwa irgendein Bankkonto, wäre. Und genau dieser Grundstein unseres Geldsystems müsste dann aus dem Fundament des Finanzgebäudes gerissen werden. Welch ein Paradox: Das einzig Legale wird über Nacht illegal. Man stelle sich die Stimmungslage der für diese extreme Massnahme stimmenden Abgeordneten des Bundestags und den euphorischen Kick des Bundesrats vor. Und der Bundespräsident geriete vielleicht in absolute Hochstimmung, wenn er seine notwendige Unterschrift (notwendig, um volle Gesetzeskraft zu erlangen) unter das Dokument setzte. Eventuell genügt auch schon eine schlichte EU-Verordnung, denn bekanntlich bricht EU-Recht deutsches Recht. Nach Verabschiedung dieser Verordnung ertönten dann aus Brüssel schmetternde Fanfarenklänge. Auch die UNO muss eingeschaltet werden, um das Bargeldverbot weltweit wirksam zu machen, denn wenn man keine Euros oder Dollars halten darf, dann vielleicht irgendeine andere Währung. Und wenn Russland und China nicht mitziehen würden, gäbe es ausserhalb dieser Länder sehr bald Rubel- oder Yuan- Millionäre und im Supermarkt gibt es nur noch Waren gegen russische oder chinesische Banknoten.

Der Bundespräsident krönt dieses Jahrhundert-Meisterwerk aller Gesetze neben seiner Unterschrift zu seiner Aufheiterung mit einem scherzhaften Reim oder einer  handschriftlichen Fussnote, nebst Smiley:

Bargeld Ade

Scheiden tut weh!

Die Lösung dieses Problems, welches sich wie eine schwarze Gewitterwolke drohend aufbaut, besteht natürlich für den Bürger oder Kontoinhaber im rechtzeitigen, anonymen Kauf von Gold, solange dies noch möglich ist. Allerdings bleibt Silber die erste Wahl, wegen der im Krisenfall extrem praktischen kleineren Kaufkraftstückelung und wegen des für Gold drohenden Kauf-, Verkauf- oder Besitzverbotes, welches für Silber aus technisch-organisatorischen Gründen und auch wegen des Kostenaufwandes nicht zu befürchten wäre. 

Die Goldbeschränkungskampagne oder eine extreme Goldsteuer drohen dann, sobald der brave, vielseitig brauchbare Begriff des «Terrorismus» in den Medien erstmalig mit Goldbesitz in Verbindung gebracht wird. Geschieht dies, läuten für alle Goldbesitzer die Alarmglocken und, flankiert vom Bargeldverbot, dürfte eine lange Periode der Tauschwirtschaft für die Menschheit beginnen. Bis dahin gilt das uralte Motto bzw. die generelle Verhaltensregel: (vertont von Franz Liszt, 1811-1986)

Drum kaufe Gold, solang es geht,

so lang du kaufen magst.

Es kommt die Stunde, kommt der Tag,

wo du vorm leeren Kühlschrank stehst

und klagst.

Der Grund zum Klagen wächst von Jahr zu Jahr, denn bei einem Staatsanteil an der deutschen Wirtschaftskraft von offiziell 54,6 % (Bund der Steuerzahler) und laut anderen Berechnungen inoffiziell 70 %, da bleibt dem Bürger immer weniger in seiner Brieftasche um bspw. für sein Alter zu sparen. Und dies gelingt ihm mit Bargeld auf keinen Fall, genau so wenig wie mit Hilfe von Konten bei einer Bank. Der sorgfältig eingebaute Schrumpfungsfaktor ist einfach zu hoch, wegen der Wegnahmen durch  Staat und  Banken  auf allen Phasen des Wirtschaftsprozesses und in allen Lebensabläufen. In der Sowjetunion belief sich der Staatsanteil auf 84 %. Und die SU ging kläglich unter. Davon sind wir in Deutschland nicht mehr weit entfernt. Die 84 % der sowjetischen Todesgrenze rückt näher, langsam aber unaufhaltsam.

Bedenkt man, dass im deutschen Kaiserreich, also von 1877 bis 1917, der Staat seinen Bürgern nur 12 %, ganz ähnlich wie in den USA, wegnahm und dennoch allen seinen Verpflichtungen nachkam, muss man sich die Frage stellen, wie das möglich war? Waren der Kaiser und sein Finanzminister vielleicht besser und effizienter als die heutigen Politiker im Bereich von Wirtschaft und Finanzen? Von dem, was der Staat übrig lässt, fordern die Banken immer weiter wachsende Tribute. Im Endstadium nimmt Vater Staat 110 % der Wirtschaftskraft und  davon fliesst den Banken noch einmal 20 % zu. So sind alle hoch zufrieden und glücklich.

Nur Mut, noch werden in Deutschland über 60 % aller Kleingeschäfte oder alltäglichen Transaktionen mit Bargeld abgewickelt. Bleiben auch Sie dabei und vermeiden Sie den elektronischen Umweg, und helfen Sie auf diese Weise die Gegenfront zu stärken.  

Geschätzte Leser, wenn Sie mehr zu dieser Thematik mit besonderer Berücksichtigung von Edelmetallen wissen wollen, vertiefen Sie sich in mein neuestes Buch “GOLD SILBER! JETZT“, erschienen im Osiris Verlag, Alte Passauer Str. 28, D-942894 Schönberg, oder Bestellung via Email: info(at)oririsbuch.de oder per Telefon: 08554 942894. Herrn Gerschitz von eben diesem Verlag, wie auch meiner Frau, ein grosses Dankeschön für die organisatorischen Hilfen. 

Mit freundlichen Grüssen,

Hans J. Bocker

© Prof. Hans-Jürgen Bocker
www.profbocker.ch

(Titelbild aus dem Artikel "Sweden is Creating a Cashless Society")

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